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Grundlagen – Nachhaltige Landwirtschaft
Für eine Definition der nachhaltigen Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Interpretationen. Im Prinzip folgen sie alle
der Leitlinie der FAO: Nachhaltige Landwirtschaft muss ökonomisch sinnvoll und sozial verantwortbar sein. Sie muss
darauf ausgerichtet sein, Land, Wasser und genetische Ressourcen für künftige Generationen zu bewahren.
Was bedeutet Nachhaltige Landwirtschaft für die Arbeit von SUSTAINET?
Anhand erfolgreicher Projektbeispiele aus Afrika, Asien und aus Lateinamerika zeigt SUSTAINET, welches Potenzial die
nachhaltige Landwirtschaft zur Armutsbekämpfung und zur Erreichung der UN Millenniumsziele hat:
- Aus ökologischer Sicht muss eine nachhaltige Landwirtschaft dazu beitragen, die Bodenfruchtbarkeit sowie die
Wasserqualität zu bewahren und zu verbessern, die Artenvielfalt (Biodiversität) wieder zu erhöhen und sparsam mit Energie
umzugehen.
- Unter ökonomischen Gesichtspunkten muss nachhaltige Landwirtschaft die Einkommensverhältnisse verbessern und den
Bauern eine Einkommenssicherheit bieten. Sie muss langfristig die Ernährungssituation verbessern und den Zugang zu
Nahrungsmitteln sicherstellen. (Einkommenssicherheit aus der Landwirtschaft sollte mit anderen Erwerbsmöglichkeiten
konkurrieren können.)
- Aus der sozialen Sichtweise muss nachhaltige Landwirtschaft benachteiligte Bauern in die Entwicklung einbeziehen,
soziale Gewohnheiten, Traditionen und Normen wie auch Tabus berücksichtigen. Sie sollte lokales Wissen nutzen sowie Arbeit
und Einkommen zwischen den Mitgliedern eines Haushaltes, den Geschlechtern und Generationen gerecht verteilen. Damit wird
ein gerechter Zugang zu Land, Wasser, Kapital und Innovationen gefördert und den Bauern die Möglichkeit gegeben, ihre
Fähigkeiten und ihr Wissen auszubauen.
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